Dienstag, 18. Oktober 2016

Mein dänischer Sommer, Teil 2

Hier bin ich wieder mit meinem zweiten Bericht von meinem 'Dauer'-Urlaub in Dänemark.

Unser zweiter Ausflug hat uns nach Ribe geführt. Dies ist die älteste Stadt Dänemarks und ich wollte eigentlich schon seit Jahren mal mehr sehen, als immer nur durchfahren und ein kurzes Päuschen einlegen. In diesem Jahr hat es endlich geklappt. Ribe war im Mittelalter eine der größten Städte in Nordeuropa. Kann man sich so gar nicht vorstellen.

Ribe ist vor allem eins: eine superschnuckelige Stadt mit heute gut 8.000 Einwohnern, die sich einen wunderbaren Stadtkern um die Domkirche erhalten hat. Es ist von Wasserläufen umgeben und überall gibt es Mühlräder.







Die Domkirche mit seinem sogenannten Bürgerturm, den man auch ersteigen kann, ist das Wahrzeichen der Stadt und man kann es weithin sehen. Ein riesiges Gebäude, was wirklich gut erhalten ist, aber natürlich ständig instand gehalten werden muss.

Wir haben einen Stadtrundgang gemacht, es war wunderbar. Wir hatten bestes Wetter und die Stimmung war prächtig.




Überall gibt es diese tollen Torbögen hinter denen sich entweder weitere schnuckelige Häuschen oder verwunschene Gärten befinden. Wunderschön ist auch das Kunstmuseum. Alles ist einfach total sehenswert und wenn ihr mal in der Nähe sein solltet, ist ein Besuch unbedingt empfehlenswert. Geschäftstüchtig sind sie auch allemal, ich habe es zwar nicht probiert, aber dieses Bier war bestimmt der Renner, denn Pokemon hat ja scheinbar auch die Erwachsenenwelt fasziniert in diesem Sommer.


Im Anschluß daran sind wir auf dem Rückweg noch nach Esbjerg gefahren, denn ich wollte mir noch die "Menschen am Meer" ansehen, die seit 1995 dort an der Küste stehen und auf's Meer hinausblicken.




Wenn sie von der Sonne angestrahlt werden, sind sie wie die weißen Riesen knallweiß.
Dann fuhren wir ganz gemächlich "über die Dörfer" wieder nach Hause. Unterwegs wurde eine ländliche Seitenstraße plötzlich blockiert...


.... aber der dazugehörige Landwirt war wohl schon informiert und hat seine flauschigen Longhorns sanft von der 'Straße' geschubst. (das war tatsächliche eine offizielle Straße)


Wie in jedem langen Urlaub sind irgendwann mal alle Klamotten dreckig und ein Waschtag muss eingelegt werden.


Wie gut, dass wir auf dem Campingplatz eine Reihe von Industriewaschmaschinen stehen haben und mit Glück konnte ich auch zwei gleichzeitig belegen.
Ich suche mir dann immer einen Tag, an dem es schön sonnig, aber auch ordentlich windig ist. Dann ist die Wäsche schnell wieder unter Dach und Fach.



Seit langem hat sich da meine Methode bewährt eine lange Wäscheleine vom Vorzelt bis zur Dachreling meines Autos zu ziehen, immer hin und her. Mittlerweile haben sich das auch andere Camper abgeguckt.

Für den Gatten war der Urlaub nun auch zuende und er musste leider schon nach Hause. Aber wir bekamen dann Besuch von Freunden für eine Woche.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und ich habe dann eine Mädelstour mit dem Rad gemacht, nach Ringköbing. Seit die Brücke 'Bagges Daemning' über den Ringköbing Fjord fertig ist, ist das eine schöne Abkürzung nach Ringköbing. So sind es nur noch 20 km eine Tour und die macht wirklich richtig Spaß und ist abwechslungsreich.

Dies ist ein Teil der Brücke, die nur für Fußgänger und Radfahrer gedacht ist.
Kurz vor Ringköbing fließt die Vona in den Fjord, das ist so idyllisch dort....


Ringköbing selbst ist auch immer wieder wunderbar. Klein und schnuckelig und mit allem bestückt, was man so braucht.

Das alte Rathaus

In diesem Schmuckstück ist tatsächlich ein Klamottenladen
Nach so einer langen Radtour über Stock und Stein hatten wir natürlich einen Mega-Kohldampf, den wir dann bei unserem Lieblingsitaliener im Innenhof bekämpft haben.


Wir haben uns alle drei eine fette Pizza gegönnt und ich hatte sogar einen halben Liter Bier dazu. Allerdings ist das dänische Bier (Öl) ziemlich dünn und löscht hervorragend den Durst. Wirr im Kopf wird man davon nicht so schnell.


Es war eine herrliche Mittagspause.

Auf dem Rückweg kamen wir wieder an Wiesen und Feldern vorbei und diese schmucke schlichte Kirche in Gl. Sögn hatte es mir angetan.


Wieder zurück über die Brücke, auf der wir natürlich nochmal ein Päuschen eingelegt haben.


Wenn man genau hinsieht kann man auf dem obigen Bild am Horizont links von der Mitte einen kleinen Strich sehen. Das ist unser Leuchtturm und kurz danach ist dann auch der Campingplatz, es ist also noch ein kleines Stück. Angekommen tat uns allen der Hintern weh.

Hier noch ein paar Impressionen!

noch einer von den vielen tollen Sonnenuntergängen

kaum dem Sonnenuntergang den Rücken gedreht, steht auch schon der Mond hoch am Himmel
Hach, ich liebe diese Einfachheit auf dem Campingplatz, das Improvisieren und das obwohl wir schon mit viel Luxus campen. Aber die Natur dort fasziniert mich immer wieder, obwohl es vielen zu karg ist.

Jetzt hat sich endlich das schöne Wetter eingenistet und wir haben schöne entspannte Tage am Strand, genau so wie man sich das in Dänemark erhofft.

Morgens wird draussen gefrühstück und dann mit meiner Abwaschhilfskraft den Miniabwasch erledigen, draussen natürlich. Mittlerweile kann das Kind das ziemlich gut.



Dann geht es natürlich an den Strand, die Hunde können es kaum erwarten und Platz haben wir hier bekanntermaßen ja ohne Ende, so dass sich niemand gestört fühlen kann.






oben auf der Düne hat man einen Traumblick
Allerdings lässt sich nicht verleugnen, dass der Sommer seinem Ende zugeht. Hier oben sammeln sich die Stare und diskutieren schon mal über mögliche Wege in den Süden.



Das sind aber noch kleine Schwärme. Mit fortschreitendem Sommer werden die Versammlungen immer größer.

Aber unser Sommer ist immer noch nicht zu Ende. Den letzten Teil werdet ihr auch noch serviert bekommen, aber dafür müsst ihr noch ein bisschen warten.

Bis dann....
Stine

1 Kommentar:

  1. Ahhhhhhhhhhhhhhh....ohhhhhhhhhhhhhhhh...jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
    Ich liebe diese Fotos, diese Farben, diese Weite und ich glaube, ich kann das Meer riechen und die Wellen rauschen hören. Danke Stine! Das war das Richtige nach einem total verregneten Herbsttag.

    GLG Ines♥

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