Dienstag, 5. April 2016

Eine Großaktion und der Anfang der....

... diesjährigen Campingsaison liegt nun hinter uns.

Viel viel Arbeit, aber auch Spaß und leider zu allem Überfluß auch noch Trauer haben wir in den letzten Wochen erlebt. Und das fing so an!

Viele von euch haben mitbekommen, dass wir unseren alten Wohnwagen verkauft und uns was Neues gegönnt haben. Das war bereits im vergangenen Herbst. Nun haben wir das Schmuckstück aus dem Winterlager geholt. Gar nicht so einfach das Unterfangen, denn dafür musste auch noch ein neues kräftiges Auto her, denn mein Auto zieht keinen Hering vom Teller, jedenfalls nicht so einen.


So wurde dann der dicke Fisch zu Freunden in der Nachbarschaft gezogen, denn bei uns hat er keinen Platz, um eine knappe Woche rumzustehen.


Ich habe dann erstmal Lappen und Bürste geschwungen, bis alles soweit ganz schniecke aussah.


Dann bin ich mit jeder Menge Krimskrams angerückt, um dem Ding eine persönliche Note zu geben, habe unsere Klamotten eingräumt und alle möglichen Sachen, die nicht so schwer, aber voluminös sind und die bei der Fahrt im Wohnwagen sein dürfen.

Der Gatte schleppte das neue Vorzelt aus dem Keller hoch und ich habe mich echt gewundert, dass er bei dem Gewicht nicht rückwärts die Treppe runtergeflogen ist.



Dann war endlich der Tag der Abreise gekommen. Ich habe mit meinem "schlappen" Auto den kleinen Hänger gezogen und mein Mann den Riesenklopper.


Mann Mann, wenn man sonst nach Dänemark fährt ist man doch deutlich schneller da. Wir sind extra eine andere Strecke gefahren, damit wir nicht durch 1.000 Kreisel fahren müssen mit dem großen Geschoß. Und endlich waren wir am Nachmittag, doch zeitiger als gedacht, auf unserem Campingplatz angegekommen.
Große Freude bei allen Bekannten und Freunden. Und ruckzuck stand das Teil direkt an der Kante unseres alten Holzfußbodens, der schon auf uns gewartet hatte.


So großartig viel ist dann auch nicht passiert. Mir und dem Kinde ging es nicht so besonders gut und so waren wir froh, dass das Wetter sich mit Regen verabschiedete und wir uns verkrümeln konnten.
Wir machten es uns drinnen gemütlich.


Der Vorzeltaufbau wurde auf den nächsten Tag verschoben.
Der sah dann morgens so aus, als ich das Rollo hochgeschoben habe.


Aber in Dänemark ändert sich das Wetter auch ganz schnell und nach dem Frühstück sah es dann schon ganz anders aus und so haben wir das Vorzelt aufgestellt. Bei so einer Aktion sind immer gleich helfende Hände da und so ging es ziemlich flott, denn mein Mann und ich hatten gute Vorarbeit geleistet, in dem wir alle Stangen vorher genausten gemustert und gekennzeichnet hatten.


Unsere kranke, blinde Ellinor hat sich erstaunlich schnell eingelebt und schnell ihren Lieblingsplatz gefunden. Sie hat ihre letzten Tage immer in unserer direkten Nähe verbracht und ich hoffe sehr, dass sie die auch ein winzig kleines Bisschen genießen konnte. Ja, ihr könnt richtig lesen. Alle die, die es noch nicht bei Instagram mitbekommen haben, wir haben auch Ellinor verloren. Zu ihrer schweren Augenentzündung, die sie blind gemacht hat, hatte sie Leukämie bekommen und wurde vorgestern eingeschläfert, weil sie nur noch schwer Luft bekam und sich überhaupt nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Dies sind die letzten Fotos von ihr.





Wir sind sowas von geschockt und traurig, in so kurzer Zeit zwei so wunderbare Katzen zu verlieren. Es wird erstmal keine weiteren Katzen geben. Futtervorräte hat mein Mann bereits verschenkt.

Am nächsten Tag ging es mit dem Kinde nach Ringköbing ins Krankenhaus. Leider ging es uns beiden nicht besser und zum Arzt hätten wir erst nach Ostern wieder gekonnt. So wollte ich kein Risiko eingehen und bin zum Bereitschaftsarzt ins Krankenhaus gefahren. Leider waren wir nicht die einzigen, die diese Idee hatten. Ich hätte mal mein Häkelzeug mitnehmen sollen, oder zumindest ein Ladekabel für mein Handy :-(((

Aber nach Ringköbing fahre ich eigentlich immer gern, es ist so eine schöne Stadt. In der ganzen Innenstadt hängen die Bäume voller Ostereier und es ist überhaupt sehr malerisch. Wenn man dann zurück auf Holmsland ist, zeigt das Navi immer dieses Bild, was mich immer wieder aufs Neue fasziniert.


Ein Riesenabwasch wartet auf mich und nicht so ganz leckere Medizin.



Aber der Gatte hatte auch für kulinarische Abwechlung gesorgt und mir meinen dänischen Lieblingskuchen mitgebracht.


So langsam haben wir uns eingelebt und man kann anfangen, sich um Kleinigkeiten zu kümmern. Das Kind stöbert durch die Schränke und der Gatte baut den neuen Staubsauger zusammen, nicht ohne damit einigen Quatsch zu veranstalten.



Aber auch er wurde von unserem Virus nicht verschont und der Arzt wurde konsultiert. Er hat dann am vergangenen Samstag mitsamt Ellinor das Land verlassen und ist in die Heimat zurück. Nun kuriert er sich zuhause aus.

Das Kind und ich sind am selbigen Tag zu meinem ersten größeren Marsch aufgebrochen, denn endlich gibt's hier mal was Neues. Das wollte ich mir unbedingt angucken und es auch nicht mehr länger vor mir her schieben. Eine Brücke über den Ringköbing Fjord. Bisher hatte ich das nur bei Instagram gesehen und bei meiner letzten Fahrt von Ringköbing zurück hatte ich die ungefähre Lage erahnt. Also nichts wie hin.

Bevor wir hinkamen hatten wir einen hübschen Marsch gemacht und festgestellt, dass man doch mit dem Auto ein gutes Stück hätte ranfahren können. Naja, so haben die Hunde einen richtig großen Auslauf gehabt.

Natürlich musste das Kind zwischendurch auf den am Weg stehenden Hochsitz klettern, schließlich habe ich das als Kind ebenso gemacht. Und der verrückte Faxe ist auch hinterher. Was für ein Hund!!!



Vom Hochsitz konnte er auf jeden Fall schon mal die Brücke sehen. Das Wetter war mild und herrlich und der Fjord hat eine Menge zu bieten und ich habe natürlich unglaublich viele Fotos gemacht.




Und hier kommt endlich die Brücke. Vielleicht werden jetzt viele sagen, das olle Ding ist doch keinen Ausflug wert. Ich finde schon, denn wenn man mit dem Rad nach Ringköbing will, ist dies eine enorme Abkürzung. Und ich finde, es ist eine schlichte Schönheit. Sie ist nur für Fußgäner und Radfahrer.



Es ist auch nicht nur eine Brücke, aber nach der ersten sind wir umgedreht, man soll ja seine Gesundheit nicht zu sehr herausfordern.

Möwen sind hier auch zuhauf anzutreffen. Hier wollte die Eine der Anderen das Frischfleisch abjagen.


So langsam wird es hier wohnlicher, auch im Vorzelt, das allerdings noch nicht so richtig funktionsfähig ist, weil der Holzboden erstmal erweitert werden muss, so dass er zu den neuen Vorzeltmaßen passt. Aber das Thermometer habe ich schon mal aufgehängt und es war gestern auch ganz hold.


Da ich in diesen Urlaub keine Scrapsachen mitgenommen habe, bin ich mit meinen Häkelarbeiten ein ordentliches Stück weiter gekommen. Für den Wohnwagen habe ich ein paar Topflappen gehäkelt. Das habe ich wohl seit der Grundschule nicht mehr gemacht, hat aber trotzdem ganz gut geklappt.


Und so sieht es gerade aus, wenn ich hier sitze und blogge. Leider regnet es gerade, aber ich finde es gemütlich hier drinnen.


Dann bis zum nächsten Mal....
Stine

Kommentare:

  1. Liebe Stine
    " Mit den Flügeln der Zeit fliegt dir Traurigkeit davon" nur die Zeit ist so unendlich lang.
    liebe Grüße - Angelika

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  2. Hallo das ist aber ein wunderschöner Wohnwagen, den ihr euch gekauft habt.da würde ich auch gerne mal Urlaub machen. Und du hast toll alles beschrieben. Viel Spaß dir und deinem Sohn noch in Dänemark.

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  3. Liebe Stine,
    das sind ja wieder schlimme Nachrichten und da fallen mir auch kaum tröstende Worte ein. Ich bin nicht gut in sowas.
    Die Brücke ist toll und ich kann Deine Euphorie verstehen. Für Abkürzungen bin ich immer sehr zu haben.
    Lasst euch den Wind um die Nase wehen und genießt es, so gut es eben geht.

    GLG Ines♥

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  4. Ich bin sehr geschockt...und traurig.. Unfassbar das Ganze und ich drück dich aus der Ferne aber der Wohnwagen sieht super aus und wird euch bestimnt wunderbare Stunden bescheren...

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  5. Jetzt habe ich Lust auf Urlaub in Dänemark. So schöne Fotos...
    Viele Grüße, Anne.

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  6. Fein, dass Du mich hier immer an "unserem" Dänemark ♡ teilhaben lässt (ja okay eher DEINS als MEINS ... Du darfst ja viel öfter hinfahren) Ich höre den Wind und Wellen und rieche das Meer wenn ich Deine Bilder sehe. DANKE Dir dafür ☆
    Wo geht denn die Brücke nach Ringkøbing los? Bei Hvide Sande? Können denn dann da Boote noch drunter durch??
    Schaut jedenfalls ganz toll aus!
    Und auch von mir einen dicken Drücker ... es tut mir so leid dass die beiden Süssen ♡ nur so kurz bei Euch verweilen durften ☆

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  7. Oh wie gerne lese ich deine Dänemarkberichte, danke dass du uns auch mit nimmst. So viele Neuigkeiten gibt es bei euch, das Fehlen eurer wunderschönen Katzen tut mir sehr leid.
    Eurer Wohnwagen ist ja riesengroß und wunderschön, ihr habt recht es euch gemütlich zu machen.
    Ich schicke dir sehr liebe Grüsse aus Wien von Gerlinde

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  8. wow was ein riesen Teil... aber es sieht so gemütlich aus...
    Das mit euren Kätzchen tut mir so leid...

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    good job Beautiful! :)

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  10. Liebe Stine,

    seid Ihr noch unterwegs? Ich vermisse Dich!

    GLG Ines♥

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  11. Hallo,
    tut mir leid zu hören, dass ihr eure Katzen gehen lassen musstet! :-(
    Ich bin aber sicher, dass sie ein gutes Leben bei euch hatten und sich immer wohlgefühlt haben bei euch. :-) Vielleicht tröstet der Gedanke noch ein bisschen...

    Der neue Wohnwagen ist ein absolutes Prachtstück!! Herzlichen Glückwunsch dazu!

    Da könnte man direkt ein bisschen neidisch werden. ;-) (Nur Spaß. Ich gönne ihn euch von Herzen!!)
    Ich wünsche euch eine schöne Wohnwagen-Saison und lange viel Freude mit dem guten Stück.

    LG Alex aus Brunsbüttel

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