Dienstag, 25. März 2014

In der alten Heimat...

bin ich zwar öfter mal, aber allermeistens bleibt man dann im Haus oder im Garten. Da mein Vater viele Jahre ein Pflegefall war hat man sich einfach daran gewöhnt, nichts zu machen.
Gestern bin ich mal wieder meine Mutter besuchen gewesen. Nach dem allmorgentlichen
Hundegang habe ich mich ins Auto geschwungen und bin doch tatsächlich locker durch den Elbtunnel gekommen, obwohl da am Morgen das Oberchaos ausgebrochen war, weil mal wieder eine Röhre gesperrt ist. Im Mai sollen sogar zwei Röhren gesperrt werden. Zum Glück muss ich da nicht jeden Tag durchfahren. Die armen Schweine, die jeden Morgen von Süden kommen und in die City müssen, sind einfach nur zu bedauern. Aber ich will mich hier nicht über den ÖPNV auslassen.

Ich habe mich schon gefreut, dass ich so sagenhaft gut durch komme, da wird mir diese Freude gleich wieder madig gemacht. Kaum bin ich auf der A2 Richtung Braunschweig in einer einspurigen Baustelle, da herrscht plötzlich absoluter Stillstand. Die Leute steigen aus ihren Autos, vertreten sich die Beine, rauchen, holen Getränke aus dem Kofferraum. Ich sitze einfach nur da und spüre langsam, wie die Wärme der Sitzheizung nachlässt (das war so schön für mein Rücken-Aua) und freue mich über die Erfindung des Smartphones. So kann man doch wunderbar die Zeit vertreiben.

Zwischendurch habe ich meine Mutter angerufen, mir Wartezeit erbeten und dann ging es plötzlich weiter - leider nur 100m. Letztendlich habe ich eine dreiviertel Stunde blöd rumgestanden, aber dann ging es zügig.
Nach dem Mittag erst einmal den Garten meiner Mutter beguckt, sie hat den grünsten Daumen ever. Dann ging es dann in die Innenstadt. In der Stadt selbst habe ich nie gelebt, immer ca. 20 km außerhalb auf dem Land. Aber ich bin dort zur Schule gegangen etliche Jährchen und viele Aktivitäten als Jugendliche haben natürlich in der Stadt stattgefunden.

Was ich damals nie gemacht habe, die Stadt als solche wahrgenommen. Macht man wahrscheinlich auch in dem Alter nicht, da ist man definitiv an anderen Dingen interessiert.
Da ich aber mit meiner Mutter einen Termin in der Innenstadt hatte, war mein Vorschlag, doch einen Stadtbummel mit einzuplanen.

Natürlich habe ich meine Kamera dabei gehabt. Hier kommen einige (viele) Eindrücke. Erst einmal die "Grüne-Daumen-Abteilung"!




Weiter gehts mit Fotos der Stadt. Ich muss schon sagen, auf den Marktplatz bin ich schon neidisch. Unser Elmshorn verströmt leider so gar nichts und die Stadtplaner haben in meinen Augen keine gute Arbeit geleistet. Aber hier sieht's schon seeeehr nett aus.




Das alte Rathaus hat ein total schönes Glockenspiel, das neue Rathaus ist allerdings architektonisch ein Schandfleck.



Eine niedersächsische Kleinstadt eben. Dort wo der Schwan hängt, war früher eine gern besuchte Kneipe schon nach der Schule, denn früher fuhren die Busse nicht so reichhaltig wie heute, besonders wenn man auf eher abseitigen Dörfern wohnte. Da musste man sich schon irgendwie die Zeit vertreiben. Nicht das wir nach der Schule schon getrunken hätten, nee nee, das nicht, aber dort traf man dann aus dem anderen altehrwürdigen Ratsgymnasium Leidensgenossen. Heute steht das Gebäude leer. Schade.








Tja, früher fand ich es miefig und piefig. Heute gefällt es mir sehr gut. Die Zeiten scheinen sich doch zu ändern. Wahrscheinlich bin ich auch miefig und piefig geworden, eben genau das, was man früher nicht wollte.

Bald war die Heimreise angesagt, ich wollte doch nicht zu spät durch den Elbtunnel. Kaum war ich auf der Autobahn Richtung Hannover war schon wieder Stau. Manno! Dann ging es aber wieder flott, bis kurz vorm Elbtunnel. Da ich das schon erwartet habe, bin ich vorher noch an der Rastätte kurz zum Kofferraum und habe meine Kamera rausgeholt. Der Hamburger Hafen ist ja immer ein Foto wert. Hier also meine letzten Fotos.






Bei Stop and Go kann man immer mal fix ein Foto machen und die Sonne war kurz vorm Untergehen. Eine schöne Stimmung. Die Containerriesen sind einfach unglaublich und kaum als Schiff erkennbar. Hinter dem Elbtunnel dann noch einmal Gas geben und schon war ich zuhause. Ein Layout gibts erst im nächsten Post wieder.

Herzliche Grüße von

Kommentare:

  1. Schöne Fotos. Wird Zeit für eine neue Kamera für mich. LG deine Oberschwester

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  2. Ein Trip in die Vergangenheit also... eine hübsche miefige und pfiefige Kleinstadt find ich... danke fürs "Mitnehmen"

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  3. Wunderschöne Fotos.
    Autofahrten mit Stau sind mein Obergrusel.
    Grüße aus dem ebenso miefig piefigen (und wie ich finde schönen) Goslar. :)
    Anke

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  4. Ich mag auch deine Fotos. Liebe Grüße Sigi

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  5. Eine schöne Reise in die "Kleinstadt" - bestimmt nicht sooo hektisch wie in der "Großstadt"
    Danke für diesen Bericht
    liebe Grüße
    Angelika

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